Ich habe Kahve gekocht. So richtigen türkischen Kahve, also mit Zucker und Satz. Dafür braucht man eigentlich nur ein türkisches Mokka-Kännchen (Ibrik), Kaffeepulver (bestenfalls biologisches und fair gehandeltes Espresso-Pulver, zum Beispiel Arabica), etwas Feinkristallzucker und Gewürze, wenn man das möchte (Zimtpulver oder Kardamom-Kapseln).
Das Kaffeepulver und der Zucker (mengenmäßig je nach Geschmack, für den Anfang etwa anderthalb Teelöffel Kaffee und einen halben Teelöffel Zucker pro Espressotasse) in das Kännchen füllen und vermengen. Das Ganze dann mit der entsprechenden Menge Wasser, also eben einer Espressotasse voll, verrühren und auf dem Herd aufkochen lassen.
Wenn das Gemisch zum ersten Mal aufkocht, wird vom sich bildenden Schaum ein wenig abgeschöpft und in die Tasse gegeben. Dann wieder aufkochen und anschließend auf den Schaum in die Tasse füllen. Mit dem ganzen Kaffee-Satz. Dann den Satz setzen lassen und genießen. Damit der Kahve währenddessen nicht auskühlt, haben manche Tassen den berühmten Deckel.
In der Türkei wird zwischen drei Stufen unterschieden, die sich auf die verwendete Menge des Zuckers beziehen. Ohne, wenig oder viel Zucker sind die Kriterien, nach denen der Gastronom seine Gäste verwöhnt.
Wer seinen Kahve mit Gewürzen verfeinern möchte, mischt diese unter das Zucker-Kaffee-Gemisch vom Anfang; noch bevor das erste Wasser dazukommt.
Weitere Details zum Kahve-Bereiten gibt’s übrigens hier bei Illy. Und Infos zum Lesen des Kahve-Satzes hier bei Arte.


